Was Brand Books und Brand Style Guides sind und wann Unternehmen sie benötigen

Was sind Brand Books und Brand Style Guides? Was ist der Unterschied und welches davon brauchen moderne Unternehmen?

Brand Books und Brand Style Guides sind wichtige Werkzeuge für das Markenmanagement und sind unter anderem ein Endprodukt eines (Re-)Branding Projektes.

Ein Brand Book wird für die Menschen innerhalb der Organisation erstellt und hilft ihnen, sich auf den Zweck oder die Werte der Organisation auszurichten. Es ist oft der Ausgangspunkt der Kommunikation für die Marke.

Ein Brand Style Guide hilft den Menschen innerhalb und außerhalb der Organisation, die visuellen Marken-Assets konsistent und korrekt zu verwenden. Ein Brand Book ist deshalb mehr auf Bedeutung und Inspiration ausgerichtet, während ein Style Guide hauptsächlich auf die Erhaltung der visuellen Markenkonsistenz ausgerichtet ist (eher praktische Tipps, Dos & Don’ts).

Oft wird eine Mischung aus beiden als ein Dokument präsentiert. Ein Brand Book kann eine PDF-Datei sein, eine Präsentation, ein gedrucktes Buch, ein Video oder eine Website, je nachdem, was zu der Marke passt und was in den angegebenen Budget- und Zeitrahmen passt. Ein Brand book wird immer individuell für jede Marke gestaltet und bietet unendlich kreative Möglichkeiten, die Marke zu präsentieren.

Was soll in Deinem Brand Book oder Brand Style Guide enthalten sein?

Da ein Brand Book im Wesentlichen ein Satz von Richtlinien und Standards ist, der erklärt, wie Ihre Marke funktioniert, soll es zuerst die grundlegenden Informationen über die Marke enthalten. Dazu gehören Informationen wie:

  • Überblick: Geschichte, Vision, Persönlichkeit, Philosophie und Werte der Marke
  • Logo: Spezifikationen für den Aufbau, inkl. der Verwendung von Taglines und Slogans
  • Logo Verwendung – visuelle Beispiele: DO’s und DONT’s der richtigen und falschen Logoverwendung
  • Farbpalette: Markenfarben und deren Verwendung
  • Typografie: Schriftart(en) der Marke
  • Schreibwaren: Visitenkarten, Briefkopfdesign, Umschläge, Verpackungen, etc.
  • Branding-Verwendung: Im Druck, Web, Außenwerbung, etc.

Diese Markenregeln sollten flexibel genug sein, damit die Designer auch in Zukunft kreativ sein können, aber strikt genug, damit die Marke leicht erkennbar und stilistisch konsistent bleibt. Gelegentlich erfordern Situationen, dass die Regeln gebogen werden – aber niemals gebrochen. Kontinuität ist der Schlüssel, besonders wenn die Marke über mehrere Medienplattformen hinweg eingesetzt wird.

Die aufgelisteten Punkte reichen in der Anfangsphase, wenn nur ein paar wichtige Marketing-Tools benötigt werden und die Kommunikationskanäle überschaubar ist. Das beste Beispiel ist hier Google. Das Unternehmen hatte bis 2020 mehrere Produkte, die visuell nicht mehr einheitlich waren. Das hat Google in 2020 wieder korrigiert.

Mit der Zeit müssen Unternehmen die Guidelines ergänzen, anpassen und erweitern. Deshalb können detailliertere Brand Books noch folgende Bereiche umfassen:

  • Fotografie-Stil
  • Unterstützende grafische Elemente wie z.B. Icons
  • Design-Layouts und Raster
  • Anwendungen für Social-Media-Profilseiten
  • Broschüre/Flyer-Layout-Optionen
  • Website-Layout
  • Spezifikationen für Beschilderungen
  • Werbebehandlungen
  • Merchandising-Anwendungen
  • Werbetext-Stil (auch bekannt als “tone of voice”)
  • Redaktionelle Richtlinien
  • Video-Stil
  • Animationen
  • Maskottchen
  • Und mehr…

Ab wann braucht Dein Business ein Brand Book?

Idealerweise sollte ein Brand Book zur gleichen Zeit entwickelt werden, in der das Logo bzw. die Marke gestaltet wird. Dies stellt sicher, dass alle Kommunikationskanäle des Unternehmens vom ersten Tag an aufeinander abgestimmt sind. Auch wenn Du bereits ein Logo hast, kannst Du trotzdem einen Designer damit beauftragen, ein Brand Book zu entwickeln, das gut mit dem bestehenden Logo harmoniert.

Was passiert wenn Dein Unternehmen kein Brand Book hat?

Beim Aufbau der Marke muss die Geschäftsführung oft mit Mitarbeitern und Dritten (z. B. Partnern, Investoren, Werbetreibenden, Designern, Fotografen, Druckereien, usw.) zusammenarbeiten, um das Image, die Botschaft und die Dienstleistungen/Produkte des Unternehmens zu präsentieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Marke falsch oder nicht vollständig verstanden wird, ist nicht gering. Das Brand Style Guide könnte hier die Problemlösung sein. Wenn Du dich dafür entscheidest, kein Brand Book zu haben, kannst Du auf einige der folgenden Probleme stoßen:

  • Ungeeignete Verwendung des Logos und der Tagline
  • Falsche Verwendung von Farben, Schriftarten und Designelementen
  • Mangelnde Kohärenz im Umgang mit dem Logo und dem Gesamtdesign, die ein kompromittiertes oder verwirrendes Erscheinungsbild ergibt
  • Inkonsistente Kommunikation, die zu einem schlechten Markenimage führt
  • Erheblichen Verringerung der Wiedererkennung der Marke
  • Ein geringeres Maß an Vertrauen in die Marke und in die Produkte

Logo und Brand

Es ist wichtig zu verstehen, dass Dein Logo NICHT Dein Brand ist, sondern vielmehr eine Schlüsselkomponente in der gesamten Markenstrategie. Die Art und Weise, wie das Logo in jedem Aspekt der Geschäftskommunikation eingesetzt wird, zeichnet eine starke und professionell durchgedachte Marke aus.

Durch die Entwicklung eines Brand Books kann sichergestellt werden, dass alle Kundenkontaktpunkte (“Touch Points”, d. h. Broschüren, Werbung, Rechnungen, soziale Medien, usw.) in einer wirkungsvollen, konsistenten Art und Weise erstellt werden – unabhängig davon, welchen Designer, welche Agentur, welchen Fotografen oder welche Werbeagentur Du mit der Erstellung der Materialien beauftragst.

Hier sind ein paar Beispiele von Brand Books und Brand Style Guides von bekannten Marken:

Lass uns wissen, ob wir Dich bei der Erstellung Deines Brand Books unterstützen können.

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