Konsumverhalten: Gen Z, Design der NOLO-Getränke und Alkoholindustrie

Wie die junge Generation die Innovation in der traditionellen Branche fördert

NOLO-Getränke sind Getränke ohne und mit wenig Alkohol (Englisch. für No – and Low – alcohol). Dank Gen Z gibt es immer mehr spannende und innovative Startups mit schön gestalteten alkoholfreien Getränken. Dabei leistet auch das Design der NOLO-Getränke einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg dieser Unternehmen. 

Design alkoholfreie Getränke
Foto von Toni Cuenca

Analyse des Alkoholkonsums von Gen Z

Laut dem „Trend Hunter Trend Report 2021“ trinkt die Gen Z (geb. ca. 1997 bis 2012) weniger Alkohol als ihre Vorgänger, die Millennials (Gen Y, geb. ca. 1980 bis 1996), die bereits weniger trinken als frühere Generationen. Der Absatz von alkoholfreiem oder alkoholarmem Bier ist seit 2016 um 30% gestiegen – so bestätigt BBC. Die sozialen Interaktionen von Gen Z drehen sich dementsprechend weniger um Alkohol. Die traditionellen Formen der Geselligkeit sind aber immer noch relevant. Das Gesundheitsbewusstsein der jungen Generation ist auch höher als das der früheren Generationen. Wie beeinflusst diese Entwicklung das Branding der Alkoholindustrie und von neuen Restaurants und Bars? 

Innovative Produkte der Alkoholindustrie

Die klare Verhaltensänderung zwingt die Alkoholindustrie zu Innovationen. Es sind allerdings nicht nur Hersteller alkoholischer Getränke, die hier eine Herausforderung und gleichzeitig eine Chance sehen, sondern auch Restaurants, Bars und Clubs. 

Marken wie The BrewDog AF, The Clean Vic by Sainsbury’s, SourTooth, London’s Shaman sprechen die Gen Z gezielt an und bieten alkoholarme Erlebnisse. 

Die alkoholfreie  BrewDog AF Bar hat im Januar 2020 mit der Ankündigung „Drink All You Can Jan“ die Türen aufgemacht. Die Bar bietet kostenlose Nachfüllungen von alkoholfreiem Bier an. Hierbei kann man sich zwischen vielen verschiedenen Biersorten entscheiden, dazu gibt es passende gesunde Häppchen oder healthy Snacks. Die Brauerei unterstützt hiermit alkoholfreien und gesunden Lifestyle ihrer Konsumenten.

The Clean Vic by Sainsbury’s ist ein Pop-up-Pub, der für zwei Tage in London im Juli 2019 geöffnet wurde. Jedes Getränk, das in dem Pub serviert wurde, war entweder komplett alkoholfrei oder hatte einen maximalen Alkoholgehalt von 0,5 Prozent. Zudem hat The Clean Vic eine Reihe von Meisterkursen veranstaltet, in denen die Besucher Zubereitung von alkoholarmen und alkoholfreien Cocktails lernen konnten. Die Supermarktkette Sainsbury’s entschied sich für die Einführung des Konzepts, nachdem sie am Anfang des Jahres einen 31,8-prozentigen Anstieg der Verkäufe von alkoholfreien und alkoholarmen Getränken feststellte. Zusätzlich berichtete Sainsbury’s von einem 33-prozentigen Anstieg der Kunden, die online nach alkoholfreien Produkten suchten.

Foto von Karolina Grabowska von Pexels

Anfang 2020 geöffnet, füllt die londoner „nolo“-Bar Shaman die Marktlücke für alkoholfreies und alkoholarmes Trinken. Die Bar hat eine für die Zielgruppe passende Speisekarte mit Quinoa- und Seetang-Salat, Karotten- und Kurkuma-Gazpacho und Kokosnuss-Chia-Pudding, die unter anderem zu 80 Prozent vegetarisch ist.

Auch in Deutschland bestätigt der Erfolg von Startups wie JoyBräu diesen Trend. JoyBräu verkauft die ersten alkoholfreien Biere mit Zusätzen, wie etwa Protein und verschiedenen Vitaminen. 

Design der NOLO-Getränke

Da die Gen Z Verbraucher immer älter werden, wird sich diese Entwicklung in Zukunft natürlich zunehmend verstärken. Auch die Gesamtzahl der Personen, die nie Alkohol trinken ist leicht gestiegen: 17% gaben an, abstinent zu sein, verglichen mit 16% im Vorjahr. 

Auch Influencer machen NOLO-Getränke-Trend mit und sind oft mit Ice Tees im Getränkebusiness. Die besten Beispiele sind Shirin Davids DirTea, Katja Krasavices Sugar Mami und Capital Bras BraTea. 

Shirin David Dirtea Branding Design
Quelle: Drinks & More

Diese Entwicklung bedeutet natürlich Risiken für die Alkoholindustrie. Dabei öffnet sie einen spannenden neuen Markt für die innovativen Startups, gesundheitsbewusste Entrepreneure und für die lokalen Bars und Restaurants seine Türen. Es gibt inzwischen auch von den gängigen Biermarken jeweils mehrere alkoholfreie Varianten. Dabei spielt natürlich das Branding der NOLO-Produkte sowie der gesundheitsbewussten Bars und Restaurants eine wichtige Rolle.

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